Pumps waren nicht immer Damenschuhe

Heutiger Pumps: Eher nicht für Herren geeignet

Viele Frauen werden es zu schätzen wissen, dass derzeit wieder die Schnäppchenjagd eingeläutet wurde und man vermutlich auch noch nach dem Winterschlussverkauf günstig Bekleidung oder Damenschuhe kaufen kann. In unserem letzten Artikel haben wir ja noch die Outlets angesprochen, aber auch die „normalen“ Läden locken immer wieder mit rabattierten Artikeln. Oben auf der Liste der beliebten Damenschuhe stehen definitiv die Pumps – aber wussten Sie, dass diese Art Schuh früher nicht exklusiv von Frauen getragen wurde? Allerdings werden Pumps schon vor über 400 Jahren das erste Mal erwähnt, namentlich bei William Shakespeare.

In seinen Werken „Der Widerspenstigen Zähmung“ und dem ein Jahr später erschienenen „Ein Mittsommernachtstraum“ ist von Pumps und Heels die Rede. Man ist sich auch weitestgehend einig darüber, dass das Wort Pumps ursprünglich aus dem Englischen kommt, da es direkt ein Plural ist, wie bspw. auch die Jeans, welche ja in England auch immer als „pair of jeans“ bezeichnet wird. Modisch wurden Pumps gute 100 Jahre nach der Erwähnung bei Shakespeare, als an den Höfen die Lakaien diese Art Schuh bevorzugten. Somit waren die ersten Pumps Träger fast ausnahmslos Männer.

Das männliche Geschlecht stellte bis ins 19. Jahrhundert immer noch eine beachtliche Gruppe an Pumpsträgern, vor allen Dingen bei den Dandys erfreute sich diese Schuhart großer Beliebtheit. Beau Brummell und der weitaus bekanntere Oscar Wilde verließen die Wohnung nicht ohne Pumps an ihren Füßen. Frauen wussten diese Schuhe allerdings auch langsam aber sicher zu schätzen – vor allem wegen der Robustheit – und noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gingen Mann und Frau gemeinsam in Pumps tanzen. Doch kurz danach verschwanden die Pumps aus den Schuhregalen der Männer und heute sind sie nur noch als Damenschuhe bekannt.

Bild: Olivier Luma cc-by-sa